Sonntag, 18. Oktober 2015
Frankfurter Buchmesse - Törtchen unter Nerds!
raffaellotorte, 20:16h
Hallöchen,
So! Mein erster Beitrag in meinem nigelnagelneuem Blog. Ich bin echt gespannt, ob sich jemand länger für mein Geschreibsel interessiert. Aber nun zum Thema: Die Frankfurter Buchmesse!
Ja, tatsächlich war ich auf der Buchmesse, obwohl die meisten Leute in meinem Alter, ich bin 17, nicht gerade den ruf haben interessiert an Büchern zu sein. Auch ich, oh wunder, war nicht wegen den Büchern sondern wegen meinen Freunden dort. Die sind nämlich die ultimativen Nerds! Leseratten dürften jetzt die meisten denken. Böööser Fehler. Denn auf der Buchmesse kann man noch ganz andere Sachen machen. Sich verkleiden oder Kissen kaufen zum Beispiel.
An der Buchmesse angekommen war unser erstes Ziel die Comic-Abteilung. Nicht wegen den Klassikern wie Donald Duck oder Asterix und Obelix sondern wegen japanischen Comics. Auch genannt Mangas. Diese werden in Japan geliebt! Japaner lesen sie überall! Ja, meine Freunde sind allesamt Anime und Manga Freaks und ich bin mitten drin. Ich bin weder interessiert an Mangas noch an verfilmten Mangas die sich Animes nennen. Aber ihnen hinterher zu dackeln, dachte ich, ist besser als Zuhause zu sitzen und mich zu langweilen.
Leider sind Mangas in Deutschland nicht so beliebt wie in Japan. Die Abteilung, die auf unserem Plan angegeben war, viel dementsprechend ziemlich klein aus. Direkt neben den Kinderbüchern standen diese Comics also unscheinbar in der Gegend rum. Ein echt enttäuschender Anblick für meine Freunde. Sprüche wie "Da hat ja unsere Bahnhofsbuchhandlung mehr!" blieben auch nicht aus. Aber konnte das wirklich sein? Schon im Zug haben wir Leute getroffen, die wie Mangacharakter verkleidet waren. Blauhaarige, Rothaarige, Sensenmänner mit langen weißen Haaren, Kirito mit seinem riesen Schwert, Mädchen mit Katzenohren und viele andere Gestalten durften Leute die sich die letzten drei Tage am Frankfurter Bahnhof aufgehalten haben bestaunen. Cosplayen nennt man das ganze. Manche betreiben dieses Verkleidungsspielchen sehr professionell. Es gibt Wettbewerbe und einige kosten mehrere 100€. Naja, jedenfalls haben wir viele Leute gesehen die Cosplays getragen haben. Da aber kein anderer Platz auf dem komischen Lageplan der Buchmesse angegeben war liefen wir ziemlich deprimiert durch die ordentlichen leisen Hallen der Messe. In der Hoffnung irgendetwas zu finden das wir gebrauchen können. So liefen wir gefühlte Stunden über den Platz von einer Halle zur nächsten. Zwischen den ganzen Cosplayern hindurch die gaaaanz unscheinbar mitten auf dem Platz standen. Warum wir nicht einfach die gaaaanz unscheinbaren Grüppchen gefragt haben? Ne! Viel zu einfach! Bis es mir irgendwann gereicht hat!
"Warum fragt ihr nicht einfach? Hier gibt es genug Leute die so bekloppt aussehen wie ihr!"
Oh dieser Geistesblitz! Wie kam ich bloß auf diese geniale Idee? Zum Hand an die Stirn klatschen! Der erste der 15.000 anwesenden Kiritos deutete auch schon mit seinem riesen Schwert in die richtige Richtung.
2 Minuten später standen wir auch schon vor der heiligen Tür. Für meine Freunde die Stunden durch diese ordentlichen, gepflegten und leisen Hallen gewandert waren, war es die Erlösung. Mir blieb der Atem weg! Das war einfach zuuuu cool! Kaum waren wir durch die heilige Tür durch war die Hölle los! Da waren unzählige Leute in den verschiedensten Cosplays. Sie saßen auf dem Boden und unterhielten sich aufgeregt. Einer spielte Basketball. Es lief Animemusik. Ich hab die lustigsten und hübschesten Verkleidungen gesehen! Hinter der heiligen Tür war einfach das komplette Gegenteil von dem los, was auf dem Rest der Messe los war. Meine Langeweile war verflogen und auch ich schaute mich in dem Tohuwabohu mal genauer um und fühlte mich auf Anhieb echt wohl. Vielleicht kann ich es jetzt ein bisschen verstehen, warum meine Freunde so auf diesen japanischen Comickram abfahren. Sie blieben auch ne ganze weile dort. Nicht nur Mangas gab es dort zu bestaunen. Sie waren nicht mal im Vordergrund. Cosplays, T-Shirts, Tassen, CDs, 1 meter lange Kissen au denen irgendwelche Charaktere abgebildet waren auch Dakimakuras genannt oder Poster gab es da in Massen.
Tja, die Eltern meiner Freunde die noch ganz erstaunt gesagt haben wie vorbildlich es doch ist, dass sie auf die Buchmesse gehen müssen jetzt wohl damit rechnen, dass ihre Kinder nicht mit Büchern nachhause kommen. Also, keine Leseratten! Damit hätte ich wieder das Klischee unserer Generation ins richtige Bild gerückt.
Für mich war das ein echt interessantes Erlebnis. Trotzdem denke ich, dass ich kein Anime oder Manga Freak werde. Aber dennoch habe ich heute eine sehr positive Erfahrung gemacht. Danke dafür!
Ganz liebe Grüße, Törtchen.
So! Mein erster Beitrag in meinem nigelnagelneuem Blog. Ich bin echt gespannt, ob sich jemand länger für mein Geschreibsel interessiert. Aber nun zum Thema: Die Frankfurter Buchmesse!
Ja, tatsächlich war ich auf der Buchmesse, obwohl die meisten Leute in meinem Alter, ich bin 17, nicht gerade den ruf haben interessiert an Büchern zu sein. Auch ich, oh wunder, war nicht wegen den Büchern sondern wegen meinen Freunden dort. Die sind nämlich die ultimativen Nerds! Leseratten dürften jetzt die meisten denken. Böööser Fehler. Denn auf der Buchmesse kann man noch ganz andere Sachen machen. Sich verkleiden oder Kissen kaufen zum Beispiel.
An der Buchmesse angekommen war unser erstes Ziel die Comic-Abteilung. Nicht wegen den Klassikern wie Donald Duck oder Asterix und Obelix sondern wegen japanischen Comics. Auch genannt Mangas. Diese werden in Japan geliebt! Japaner lesen sie überall! Ja, meine Freunde sind allesamt Anime und Manga Freaks und ich bin mitten drin. Ich bin weder interessiert an Mangas noch an verfilmten Mangas die sich Animes nennen. Aber ihnen hinterher zu dackeln, dachte ich, ist besser als Zuhause zu sitzen und mich zu langweilen.
Leider sind Mangas in Deutschland nicht so beliebt wie in Japan. Die Abteilung, die auf unserem Plan angegeben war, viel dementsprechend ziemlich klein aus. Direkt neben den Kinderbüchern standen diese Comics also unscheinbar in der Gegend rum. Ein echt enttäuschender Anblick für meine Freunde. Sprüche wie "Da hat ja unsere Bahnhofsbuchhandlung mehr!" blieben auch nicht aus. Aber konnte das wirklich sein? Schon im Zug haben wir Leute getroffen, die wie Mangacharakter verkleidet waren. Blauhaarige, Rothaarige, Sensenmänner mit langen weißen Haaren, Kirito mit seinem riesen Schwert, Mädchen mit Katzenohren und viele andere Gestalten durften Leute die sich die letzten drei Tage am Frankfurter Bahnhof aufgehalten haben bestaunen. Cosplayen nennt man das ganze. Manche betreiben dieses Verkleidungsspielchen sehr professionell. Es gibt Wettbewerbe und einige kosten mehrere 100€. Naja, jedenfalls haben wir viele Leute gesehen die Cosplays getragen haben. Da aber kein anderer Platz auf dem komischen Lageplan der Buchmesse angegeben war liefen wir ziemlich deprimiert durch die ordentlichen leisen Hallen der Messe. In der Hoffnung irgendetwas zu finden das wir gebrauchen können. So liefen wir gefühlte Stunden über den Platz von einer Halle zur nächsten. Zwischen den ganzen Cosplayern hindurch die gaaaanz unscheinbar mitten auf dem Platz standen. Warum wir nicht einfach die gaaaanz unscheinbaren Grüppchen gefragt haben? Ne! Viel zu einfach! Bis es mir irgendwann gereicht hat!
"Warum fragt ihr nicht einfach? Hier gibt es genug Leute die so bekloppt aussehen wie ihr!"
Oh dieser Geistesblitz! Wie kam ich bloß auf diese geniale Idee? Zum Hand an die Stirn klatschen! Der erste der 15.000 anwesenden Kiritos deutete auch schon mit seinem riesen Schwert in die richtige Richtung.
2 Minuten später standen wir auch schon vor der heiligen Tür. Für meine Freunde die Stunden durch diese ordentlichen, gepflegten und leisen Hallen gewandert waren, war es die Erlösung. Mir blieb der Atem weg! Das war einfach zuuuu cool! Kaum waren wir durch die heilige Tür durch war die Hölle los! Da waren unzählige Leute in den verschiedensten Cosplays. Sie saßen auf dem Boden und unterhielten sich aufgeregt. Einer spielte Basketball. Es lief Animemusik. Ich hab die lustigsten und hübschesten Verkleidungen gesehen! Hinter der heiligen Tür war einfach das komplette Gegenteil von dem los, was auf dem Rest der Messe los war. Meine Langeweile war verflogen und auch ich schaute mich in dem Tohuwabohu mal genauer um und fühlte mich auf Anhieb echt wohl. Vielleicht kann ich es jetzt ein bisschen verstehen, warum meine Freunde so auf diesen japanischen Comickram abfahren. Sie blieben auch ne ganze weile dort. Nicht nur Mangas gab es dort zu bestaunen. Sie waren nicht mal im Vordergrund. Cosplays, T-Shirts, Tassen, CDs, 1 meter lange Kissen au denen irgendwelche Charaktere abgebildet waren auch Dakimakuras genannt oder Poster gab es da in Massen.
Tja, die Eltern meiner Freunde die noch ganz erstaunt gesagt haben wie vorbildlich es doch ist, dass sie auf die Buchmesse gehen müssen jetzt wohl damit rechnen, dass ihre Kinder nicht mit Büchern nachhause kommen. Also, keine Leseratten! Damit hätte ich wieder das Klischee unserer Generation ins richtige Bild gerückt.
Für mich war das ein echt interessantes Erlebnis. Trotzdem denke ich, dass ich kein Anime oder Manga Freak werde. Aber dennoch habe ich heute eine sehr positive Erfahrung gemacht. Danke dafür!
Ganz liebe Grüße, Törtchen.
... link (0 Kommentare) ... comment